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Integrationsinitiative Familie 2017

Die wachsende und europaweite Präsenz der islamistischen Extremisten ist ebenfalls in der Exilgemeinde Österreich spürbar, und sollte somit auch in Kärnten innerhalb der Integrationsarbeit Berücksichtigung finden. Zu den Auswirkungen der grausamen Kriege zählen Traumatisierungen, Bildungslosigkeit, Chancenlosigkeit, Perspektivenlosigkeit und Rachegefühle. Diese schaffen einen fruchtbaren Boden für Radikalisierungstendenzen. Auch in Villach sind Züge dieser Entwicklungen, vor allem mittels diversen Bedrohungsszenarien über das Medium Internet, spürbar. Weiters stellen Identitätsdiffusionen, Suchtverfallen und Kriminalität schwierige Herausforderungen dar, welchen innerhalb dieses Projekts entgegengewirkt werden soll.

 

Zielgruppe
Asylberechtigte Familien vorwiegend aus den Krisenregionen Tschetschenien, Dagestan und Afghanistan, sowie fallweise aus weiteren Kriegs- und Krisengebieten.

 

Ziele

  • Jedes unserer primären Projektziele soll als Maßnahme gegen (Selbst)Radikalisierung eingesetzt werden:
  • Das Entgegenwirken von gesellschaftlichen Rückzugstendenzen und sozialer Isolation
  • durch die Erarbeitung von Perspektiven und Chancen für die Familien
  • und die Förderung der kulturellen Teilhabe
  • sowie der Bereitstellung von Bezugspersonen
  • die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Alltagskompetenz,
  • Vermittlung von rechtsstaatlich verankerten, friedlichen Werten 
  • Im Betreuungsfokus stehen vorerst 20 in Kärnten lebende Familien

 

Vorgehensweise und Methodik

  • Aufsuchende kulturspezifische Familienbetreuung zu Hause
  • Stabilisierungsmaßnahmen um Krisen- und Konfliktsituationen bewältigen zu können
  • Loslösen von der Opferrolle
  • Vereinbarung von konkreten Zielen gemeinsam mit den Familien
  • Förderung der sozialen Teilhabe – Isolierung vermeiden und Chancengleichheit schaffen
  • Förderung der kulturellen Teilhabe – Vielfalt einen Raum geben und die demokratischen Prinzipien der EU wahren
  • Förderung der wirtschaftlichen Teilhabe – Beschäftigung als Motor der gesellschaftlichen Integration

 

Laufzeit

26. Jänner 2017 bis 31. Dezember 2017

Download: Kurzbeschreibung

Kontakt: Mag. Siegfried Stupnig, eMail: siegfriedstupnig@hotmail.com, Mobil: +43 (0)650 958 058 6

Dieses Projekt wird vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres gefördert